Stolperstein für Elise Mendel.
HIER WOHNTE
ELISE LILLY
MENDEL
GEB. WEINBERG
JG. 1872
DEPORTIERT 1943
THERESIENSTADT
ERMORDET 31.7.1943
Verfolgtengruppe: Jüdinnen und Juden
Elise Mendel lebte mit ihrer Familie am Eigelstein, wo ihr Mann einen Laden für alkoholfreie Getränke betrieb. Nach dem frühen Tod ihres Mannes 1909 führte sie das Geschäft weiter und zog ca. 1916 mit ihrem Sohn Albert nach Kalk. 1942 musste sie gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter in das Deportationslager am Fort V in Müngersdorf ziehen. Sie wurde im Januar 1943 über Berlin nach Theresienstadt deportiert und starb dort, ihr Sohn und seine Frau in wurden in Auschwitz-Birkenau ermordet.
Hintergrund
Theresienstadt (Ghetto)
In dieser kleinen Garnisonstadt nördlich von Prag errichtete das NS-Regime 1941 ein Ghetto, in denen Jüdinnen und Juden aus dem „Protektorat Böhmen und Mähren“ (ein Teil des heutigen Tschechiens) und dem Deutschen Reich deportiert wurden. Es galt offiziell als „Alters-Ghetto“ und wurde von den Nationalsozialisten in einem Propagandafilm als „Musterlager“ präsentiert. In der Realität wurde ein Großteil der Bewohner von dort in Vernichtungslager deportiert oder starb im Ghetto aufgrund der katastrophalen Lebensumstände.
Deportationslager Köln Müngersdorf
(Text folgt)
Online
Jüdisches Leben 1933 – 1945, Orte jüdischen Lebens in Köln, Deportationslager Fort V in Köln-Müngersdorf (Zuletzt aufgerufen am 08.01.26)
https://juedischesleben1933-1945.de/orte.aspx?o=1&id=34460
Jüdisches Leben 1933 – 1945, Orte der Verfolgung und Ermordung, Theresienstadt (Ghetto), (Zuletzt aufgerufen am 08.01.26)
https://juedischesleben1933-1945.de/orte.aspx?o=2&id=
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Datenbank Stolpersteine, Eintrag Elise Mendel (zuletzt aufgerufen 08.01.26).
https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/Details-Stolpersteine?sfrom=1059&stid=2790&stt=K%c3%b6ln+-+Kalk
Bildnachweis
1-2 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025


