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Kalker Markt

Der Kalker Markt wurde Ende des 19. Jahrhunderts als zentraler Stadtplatz angelegt. An die teils herrschaftliche Bebauung, die einst den Platz umgab, erinnert heute nichts mehr.

1891 kaufte Kalk – seit 1880 eigenständige Stadt – zeitgleich mit dem Grundstück für die neu zu errichtende Kaserne in der Eythstraße, auch die Fläche für den geplanten Marktplatz. Zur Platzbegrenzung wurden Ulmenreihen gepflanzt. Die Bebauung begann erst ein Jahr später, im Norden für wohlhabenderes Publikum, auf der Süd- und Ostseite vorwiegend für Mieter wie Handwerker und Tagelöhner. Am Markt 3 befand sich ab 1923 ein Kloster der Franziskanerinnen. Auf dem Platz fanden Kirmes und Schützenfeste statt, während des Nationalsozialismus wurden dort Aufmärsche abgehalten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die zuvor teils stattliche Bebauung um den Platz vollkommen zerstört, lediglich die heutige Baumbepflanzung nimmt Bezug auf das frühere Erscheinungsbild. Auf dem Platz befindet sich heute ein großer städtischer Spielplatz. (Der Kalker Wochenmarkt wiederum findet Samstags von 8-15 Uh vor Kalk Post statt. 🙂

Literatur
Bützler, Heinrich, Geschichte von Kalk und Umgebung – Bilder aus alter und neuer Zeit (Nachdruck der Ausgabe von 1910), Köln 2000, S. 112.
Meynen, Henriette, Köln: Kalk und Humboldt-Gremberg (Stadtspuren – Denkmäler in Köln, Band 7), Köln 1990, S. 444.

Bildnachweis
1 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025.
2 Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv, rba_077405. https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/40025157