Am Haus, in der sich die Löwenzahn Apotheke befindet, hängt eine Gedenktafel für den Karnevalisten Karl Küpper, der den Mut hatte, in seinen Büttenreden die Nationalsozialisten durch den Kakao zu ziehen. An dieser Stelle betrieb er nach Ende seiner Karrierer als „Verdötschter“ mit seiner Frau in den 1960er-Jahren die Kneipe „Küppers Karl“.
Text der Gedenktafel
Karl Küpper
2.November 1905 bis 26. Mai 1970
Der Karneval ist Karl Küpper betrieb an dieser Stelle, Kalker Hauptstraße 215, von 1960 bis 1970 die beliebte Gaststätte „Küppers Karl“.
Berühmt wurde er in ganz Deutschland als „D’r Verdötschte“ in der Bütt. Für Karl Küpper war die Karnevalszeit die Zeit der Kritik und der Aufmüpfigkeit gegen die Obrigkeit.
Unangepasst und widerborstig kritisierte und verhöhnte er als einziger Kölner Karnevalist die Nationalsozialisten. Er riskierte dafür Repressionen und ein lebenslanges Redeverbot, das allerdings erst gegen Ende des Kriegs aufgehoben wurde.
Die Anbringung der Gedenktafel geht auf den Einsatz von Fritz Bilz, Mitglied der Geschichtswerkstatt Kalk, zurück. Zudem setzte er sich für die Anbringung einer zweiten Gedenktafel (Bild 1) am selben Haus ein, da die erste Tafel (Bild 2) nach Umbau der Hausfassade über der Hauseingangstür angebracht worden war und daher leicht übersehen werden konnte.
Auch war er maßgeblich daran beteiligt, dass heute in der Innenstadt nahe der Hohestraße ein „Karl-Küpper-Platz“ an den Karnevalisten erinnert.
Literatur
Bilz, Fritz, Unangepasst und widerborstig. Der Kölner Karnevalist Karl Küpper (1905-1970), 3. erweiterte Neuauflage, Köln 2020.
Bilz, Fritz, Karl Küpper, in: Geschichtswerkstatt Köln-Kalk e.V. (Hrsg.), Kalker Köpfe. Herausragende Lebensgeschichten, Köln 2013.
Weiterführende Links
WDR Mediathek, Zeitzeichen, Der Mann, der die Nazis auslachte: Karl Küpper
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-der-mann-der-die-nazis-auslachte-karl-kuepper-100.html
Bildnachweis
1+2 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025


