Stolperstein für Jakob und Juliane Schmitz
PETER-STÜHLEN-STR. 86
WOHNTE
JAKOB SCHMITZ
JG. 1988
IM WIDERSTAND/KPD
ERHAFTET 6.2.1935
VORBEREITUNG HOCHVERRAT
VERURTEILT 12.11.1935
GEFÄNGNISSTRAFE
ENTLASSEN 1937
PETER-STÜHLEN-STR. 86
WOHNTE
JULIANE SCHMITZ
GEB. KLERK
JG. 1989
IM WIDERSTAND/KPD
ERHAFTET 6.2.1935
VORBEREITUNG HOCHVERRAT
VERURTEILT 12.11.1935
GEFÄNGNISSTRAFE
ENTLASSEN 1936
Verfolgtengruppe: Politisch Verfolgte
Das Ehepaar Schmitz war vor 1933 Mitglied der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) geworden, die nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten verboten wurde. Jakob Schmitz war von Beruf Schmied und seit 1928 arbeitslos. Im Rahmen einer Verhaftungswelle wegen Hochverrats aufgrund von illegaler Tätigkeiten im Rahmen der KPD wurden beide verhaftet. Der Vorwurf: sie sollen in ihrer Wohnung 5000 Blatt Papier aufbewahrt haben, mit denen Flugblätter gedruckt werden sollten. Es folgte Untersuchungshaft im Kölner Gefängnis Klingelpütz. In welchem Gefängnis die Strafe nach der Verurteilung verbüßt wurde und der weitere Lebensweg ist nicht bekannt. (Quelle: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln)
Hintergrund
Widerstand KPD
In den Anfangsjahren des NS-Regimes waren es vor allem kommunistische, teilweise auch sozialdemokratische Gruppen, die aktiven Widerstand leisteten. Sie waren es auch, die unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im besonderen Maße Verfolgung und Terror ausgesetzt waren.
Online
Lemo. Lebendiges Museum Online, Widerstand gegen den Nationalsozialismus (zuletzt aufgerufen am 08.01.26)
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/widerstand
Bildnachweis
1+2 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025


