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Fabrikhallen Vietorstraße

Diese heute denkmalgeschützten Hallen wurden ab 1891 von der „Kalker Werkzeugmaschinenfabrik von Breuer, Schumacher & Co.“ erbaut, die in den 1920er-Jahren in „Kalker Maschinenbau AG“ (Kalmag) umbenannt wurde. In den 1930er-Jahren bis in die 1970er-Jahre wurde sie von „Stahlbau Albert Liesegang“ übernommen.

Im Jahr 1871 wurde hier die „Kalker Werkzeugmaschinenfabrik von Breuer, Schumacher & Co.“ gegründet, die später als Kalker Werkzeugmaschinen-Fabrik AG firmierte. Sie produzierte Schwermaschinen zur Ausstattung von Industriebetrieben im In- und Ausland, darunter auch Anlagen für die Rüstungsindustrie. Zu den technisch herausragenden Entwicklungen gehörten dampfhydraulische Schmiedepressen mit einer Druckkraft von 10.000 Tonnen. Zwischen 1891 und 1905 entstanden auf dem Gelände mehrere großflächige, durch Fensterbänder belichtete Hallen. In den 1920er-Jahren wurde der Betrieb in „Kalker Maschinenbau AG“ (Kalmag) umbenannt. Während der Weltwirtschaftskrise musste die Produktion 1932 eingestellt werden.
In diesem Jahr übernahm das Unternehmen „Stahlbau Albert Liesegang“ die Hallen und produzierte dort für fast fünf Jahrzehnte Stahlkonstruktionen. Während des Zweiten Weltkriegs wurden auch bei Liesegang Zwangsarbeiter ausgebeutet.
In den 1950er-Jahren zählte die Firma zu den größten Stahlbauunternehmen im Rheinland und war am Wiederaufbau der Kölner Rheinbrücken beteiligt. 1979 wurde das Werk überraschend geschlossen.

Weitere dazugehörige Fabrikhallen bei der Station „Fabrikhallen Wipperfürther Straße“.

Literatur
Bützler, Heinrich, Geschichte von Kalk und Umgebung – Bilder aus alter und neuer Zeit (Nachdruck der Ausgabe von 1910), Köln 2000, S. 258.
Meynen, Henriette, Köln: Kalk und Humboldt-Gremberg (Stadtspuren – Denkmäler in Köln, Band 7), Köln 1990, S. 537.

Online
Stadt Köln Denkmalkarte (zuletzt aufgerufen am 06.01.26).
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/planen-bauen/denkmalschutz/denkmalkarte

Bildnachweis
1 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025.
2 Geschichtswerkstatt Kalk e.V., Bildarchiv, Fotograf:in unbekannt.
3 greven-archiv-digital.de | Kölnische Rundschau | Ingeborg Spielmans