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CFK: Firmenlogo, STAL 1 Turbine und Schaltpulte

Das CFK Firmenlogo, die STAL 1 Turbine und zwei Schaltpulte der Chemischen Fabrik Kalk sind für die Nachwelt erhalten geblieben. Dies ist einer Gruppe innerhalb der Geschichtswerkstatt Kalk zu verdanken, den „Maschinenrettern“.
Firmenlogo und Turbine sind am Hintereingang der Arcaden bei den Parkhäusern und dem Wasserturm zu finden. Die Schaltpulte befinden sich in einem Glaspavillon, hinter dem Wasserturm im Parkhaus.

Texte der Infotafeln vor Ort

STAL-Turbine aus der Energiezentrale
Die 25 Tonnen schwere Turbine des Herstellers Stal Laval in Finspong, Schweden, wurde 1931 in der CFK installiert. Die Leistung betrug 2000/ 2800 Kilowattstunden bei 6000 Volt und 3000 Umdrehungen pro Minute. 1952 wurde die Leistung durch den Einbau eines neuen Schaufelsystems auf 3000/3500 Kilowattstunden erhöht. Die STAL-Turbine war bis zur Produktionseinstellung betriebsbereit und der älteste mit Heißdampf betriebene Stromerzeuger der Chemischen Fabrik Kalk GmbH.

CFK-Firmenschild
Das rautenförmige CFK-Firmenschild war an der Südfassade der früheren technischen Verwaltung zur Kalker Hauptstraße hin angebracht. Es war neben den Firmen Initialen auf dem Kalk überragenden Schornstein der einzige größere Hinweis auf die Unternehmensbezeichnung. In den 1960er Jahren beschäftigte die 1858 gegründete CFK an diesem Standort rund um den firmeneigenen Wasserturm als bedeutendes Kalker Unternehmen rund 2.400 Mitarbeiter in der Düngemittel-, Soda- und Futtermittelherstellung. Ende 1993 wurde die Produktion mit zuletzt rund 700 Beschäftigten eingestellt.

Im Glaspavillon hinter dem Wasserturm

Schaltpult aus der Energiezentrale 1
Das Schaltpult mit zugehörigen raumhohen Schalttafeln war rund um die Uhr mit einem Maschinisten besetzt. Von hier aus wurden mittels der Schwenktasten sowohl die Dampfschieber fernbedient, die den einzelnen Produktionsbereichen in der CFK den von ihnen benötigten Dampf zuteilten, als auch die Dampfturbinen, die der Stromerzeugung dienten. Über eine Sprechanlage war eine direkte Kommunikation mit den anderen Leitstellen des Energiebetriebes, z.B. den beiden Kesselwarten der Hoch- und Mitteldruckkessel und den zwei weiteren Energiezentralen, möglich.

Schaltpult aus der Sodaproduktion
Das Schaltpult stammt aus der Schaltwarte der sogenannten neuen Soda Produktion, nördlich der Gummersbacher Straße, wo leichte und schwere Soda Produkte hergestellt wurden. Das Schaubild oberhalb des Bedienungstableaus stellte den Produktionsablauf dar.

Ölfilter der STAL-Turbine
Der 1931 von der Firma STAL Laval hergestellte Turbine befindet sich gegenüber dem Wasserturm. Die Leistung betrug 2000/2800 Kilowatt bei 6000 Volt und 3000 Umdrehungen pro Minute. 1952 wurde die Leistung durch den Einbau eines neuen Schaufelsystems auf 3000/3500 Kilowatt erhöht. Die Stahlturbine war bis zur Produktionseinstellung der CFK Ende 1993 betriebsbereit.

Maschinenretter
Dass diese Elemente aus der CFK heute erhalten sind, ist nicht selbstverständlich. Zu verdanken ist dies den „Maschinenrettern“, einer Gruppe, die sich innerhalb der Geschichtswerkstatt Kalk gebildet hatte und aus ehemaligen Werksangehörigen und lokalgeschichtlich interessierter Bürgerinnen und Bürgern bestand. Durch ihr Engagement wurden sie vor der Verschrottung gerettet, restauriert und als technisches Denkmal aufgestellt.

Mehr zur Chemischen Fabrik Kalk bei der Station „Chemische Fabrik Kalk/Köln Arcaden“.

Literatur
Gabi Kamp, Sicherung von Zeugnissen der Industriegeschichte Kalks, in: Fritz Bilz (Hrsg.), Einschnitte. Veränderung der Industriearbeit in Köln-Kalk, Köln 1997.

Bildnachweis
1-3 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025.
4,6 Geschichtswerkstatt Kalk e.V., Bildarchiv, Fotograf:in unbekannt. 
5 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025, Bildarchiv, König.