Der Bahnhof Köln-Kalk, der seit 1913 diesen Namen trug, war bis 1991 der zentrale Personenbahnhof des Stadtteils. Heute hält die S-Bahn weiter westlich an der Trimbornstraße.
Der Bahnhof „Kalk Süd“ wurde 1886 östlich der Rolshover Straße eröffnet, an der Bahnstrecke von Deutz nach Gießen. Im Zuge der Hochlegung der Bahngleise auf Bahndämme zwischen 1905 und 1911 wurde ein neuer Bahnhof gleichen Namens errichtet, er ging 1909 in Betrieb. 1913 wurde der Name in „Köln-Kalk“ geändert. Für die Kalker Bevölkerung lag er nicht günstig, da er sich auf Gremberger Seite der Bahngleise befand und nur über die Rolshover Straße zu erreichen war.
Das große Bahnhofsgebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Zweckbau aus der Nachkriegszeit und der ehemaligen Bahnhofsvorplatz finden sich im verwahrlosten Zustand nach wie vor an der Gottfried-Hagen-Straße.
Der Personenverkehr ist im Juni 1991 zum neu eingerichteten, besser zu erreichenden S-Bahn-Haltepunkt „Trimbornstraße“ verlagert worden.
Literatur
Bützler, Heinrich, Geschichte von Kalk und Umgebung – Bilder aus alter und neuer Zeit (Nachdruck der Ausgabe von 1910), Köln 2000, S. 310.
Meynen, Henriette, Köln: Kalk und Humboldt-Gremberg (Stadtspuren – Denkmäler in Köln, Band 7), Köln 1990, S. 94.
Bildnachweis
1,2 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025.
3, 4 Geschichtswerkstatt Kalk e.V., Bildarchiv, historische Ansichtskarte.
5 Heinrich Bützler, Geschichte von Kalk und Umgebung, S. 106.





