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Adolph-Kolping-Schule

Die Ursprünge der städtischen katholischen Hauptschule „Adolph-Kolping-Schule“ gehen bis 1924 zurück. Sie teilte sich das Gelände bis 2012 mit einer weiteren Hauptschule.

Auf dem Gelände, das von der Falckensteinstraße und der Albermannstraße eingerahmt wird, wurden 1906 und 1924 jeweils eine katholische Volksschule eröffnet. Beide wurden in den 1960er Jahren im Zuge einer Schulreform in die neugegründete Schulform Hauptschule umgewandelt. Aus der Volksschule Albermannstraße wurde die Max-Albermann-Schule, aus der Volksschule Falckensteinstraße die Adolf-Kolping-Schule.

Die allererste Volksschule in Kalk wurde 1850 an der Kalker Hauptstraße erbaut, dort wo heute die Kirche St. Marien steht. Zuvor waren die rund vierzig Kalker Kinder in Vingst zur Schule gegangen. 1861 waren es schon 264 Kinder, sodass an der Kapellenstraße 1863 ein größerer Schulbau eingeweiht wurde. 1874 eröffnete eine Mädchenschule in der Holweghstraße, in der Kapellenstraße wurden nur noch Jungen unterrichtet. Ein weiterer Schulbau wurde in der Wipperfürther Straße errichtet. Als letzterer innerhalb weniger Jahre zu klein wurde, erfolgte 1906 der Bau der Schule an der Albermannstraße. 1924 folgte, unmittelbar daneben, die Schule an der Falckensteinstraße.

Die erwähnten Schulen alle wurden als katholische Volksschulen gegründet. Im 19. Jahrhundert stellten Katholiken mit Abstand die größte Gruppe in der Kalker Bevölkerung. Die einzige evangelische Volksschule befand sich in der Vietorstraße, das Gebäude fungiert heute als Außenstelle der Adolph-Kolping-Schule. Eine jüdische Volksschule gab es nicht, die jüdischen Kinder gingen auf eine der oben erwähnten Schulen.

Die Max-Albermann-Schule wurde 2012 von der Stadt Köln aufgelöst.
Auf den Seiten der Stadt Köln ist zu lesen: „Wir erneuern den gesamten Schulstandort Albermannstraße/Falckensteinstraße in Kalk. Die dort ansässige Adolph-Kolping-Hauptschule wird sich den Standort zukünftig mit einer neu zu gründenden Grundschule teilen.“
Update: Im Frühjahr 2026 wurde mit den Abbrucharbeiten des Gebäudes an der Falckensteinstraße begonnen. (Das originäre Gebäude der Adolph-Kolping-Schule. Das ehemalige Gebäude der Max-Albermann-Schule bleibt bestehen.)

Begriffserklärungen
Volksschule: Text folgt

Mehr zur evangelischen Volksschule bei der Station „Alte Schule Vietorstraße“.

Literatur
Bützler, Heinrich, Geschichte von Kalk und Umgebung – Bilder aus alter und neuer Zeit (Nachdruck der Ausgabe von 1910), Köln 2000, S. 195.
Meynen, Henriette, Köln: Kalk und Humboldt-Gremberg (Stadtspuren – Denkmäler in Köln, Band 7), Köln 1990, S. 189, 262.
Friederike Schuler, Im Dienste der Gemeinschaft – Figurative Wandmalerei in der Weimarer Republik, 2017, S. 253, 613.

Online
Stadt Köln, Drei neue Schulgebäude für Kalk (zuletzt aufgerufen 08.01.26)
https://www.stadt-koeln.de/artikel/74312/index.html

Weiterführende Links
Adolph-Kolping-Schule
https://akskoeln.de/

Bildnachweis
1,2,6,7 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025.
3,4 Geschichtswerkstatt Kalk e.V., Bildarchiv, Rheinberg.
5 Aus: Henriette Meinen (Hrsg.), Stadtspuren. Köln: Kalk und Humboldt-Gremberg, Köln 1990, S. 262.
7 Geschichtswerkstatt Kalk e.V., Bildarchiv, historische Ansichtskarte.