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Evangelische Jesus-Christus-Kirche

Die Jesus-Christus-Kirche wurde in den 1950er-Jahren erbaut und ist die zweite evangelische Kirche in Kalk. Die erste stand an der Vietorstraße und wich in der Nachkriegszeit der Erweiterung der Chemischen Fabrik Kalk.

Um 1862 lebten etwa vierzig evangelische Christen in Kalk. Mit der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung von Kalk stieg ihre Zahl stetig, wenngleich sie immer deutlich hinter der der Katholiken lag. Jüdische Kalker sind 1858 mit dreizehn Personen dokumentiert, auch ihrer Zahl stieg in den kommenden Jahrzenten. Sie gehörten zur jüdischen Gemeinde in Deutz.

Seit 1872 gab es dann einen evangelischen Betsaal mit 260 Sitzplätzen und acht Jahre später wurde die erste repräsentative evangelische Kirche, die Presbyterkirche, in der heutigen Vietorstraße eingeweiht. Diese wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, eine Wiederinstantsetzung konnte sich die Gemeinde nicht leisten. So entschloss man sich das Gelände an die benachbarte CFK zu verkaufen. Diese benötigte das Grundstück für die Erweiterungen des Werksgeländes und ließ die Kirche sprengen.
Der Neubau entstand an der Buchforststraße. Dort befand sich bereits seit 1907 das evangelische Gemeindehaus, das auch heute noch steht. 1951 erfolgte dann die Einweihung der Jesus-Christus-Kirche. 1972 wurde sie noch einmal umgebaut, um mehr Platz für Gemeinderäume zu schaffen.

Literatur
Bützler, Heinrich, Geschichte von Kalk und Umgebung – Bilder aus alter und neuer Zeit (Nachdruck der Ausgabe von 1910), Köln 2000, S. 173.
Meynen, Henriette, Köln: Kalk und Humboldt-Gremberg (Stadtspuren – Denkmäler in Köln, Band 7), Köln 1990, S. 122, 214.

Weiterführende Links
Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt
https://www.evangelisch-kalk-humboldt.de/

1,2 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025.
3 Geschichtswerkstatt Kalk e.V., Bildarchiv, historische Ansichtskarte.