Der Bau eines evangelischen Krankenhauses Anfang des letzten Jahrhunderts wurde durch Spenden der Inhaberfamilien der Chemischen Fabrik Kalk möglich. Der heutige Gebäudekomplex, der 1989 eröffnet wurde, ist das dritte Krankenhausgebäude an dieser Stelle.
Das Ursprungsgebäude des evangelischen Krankenhauses wurde 1904 auf Initiative von Friedrich Vietor, dem ersten evangelischen Pfarrer von Kalk, und den Familien Vorster und Grüneberg, denen die Chemischen Fabrik Kalk gehörte, erbaut. Letztere hatten sowohl das Grundstück als auch größere Summen für den Bau gespendet. Schon 1911 wurde das Krankenhaus von 56 auf 200 Betten ausgebaut.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude fast vollständig zerstört und auf den alten Fundamenten als schlichter Bau mit Flachdach wiedererrichtet. 1989 wurde dieser für den jetzigen Neubau abgebrochen. Der wurde nach zwei Bauabschnitten zwischen 1979 und 1989 mit insgesamt 395 Betten in Betrieb genommen.
Es gab zwischen 1883 und den 1980er-Jahren auch ein katholisches Krankenhaus in Kalk. Es befand sich am Ende der Holweghstraße, wo heute die neue Turnhalle der Kaiserin-Theophanu-Schule steht. Mehr dazu bald im Digitalen Stadtplan.
Literatur
Bützler, Heinrich, Geschichte von Kalk und Umgebung – Bilder aus alter und neuer Zeit (Nachdruck der Ausgabe von 1910), Köln 2000, S. 181.
Meynen, Henriette, Köln: Kalk und Humboldt-Gremberg (Stadtspuren – Denkmäler in Köln, Band 7), Köln 1990, S. 283.
Weiterführende Links
Evangelisches Krankenhaus Kalk
https://www.evkk.de/ueber-das-evkk/fakten-geschichte/
Bildnachweis
1, 2 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025.
3 greven-archiv-digital.de | Kölnische Rundschau | Hansherbert Wirtz https://greven-archiv-digital.de/dokument/A09D0014677/A09M0030631
4 Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv, rba_mfL006397_1. https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/05210906




