GWK Stadtplan Logo

Dieser Artikel ist Teil des GWK Stadtplans

Eythstraße

Die Eythstraße ist im Umfeld der dort ansässigen Kaserne entstanden und entwickelte sich früh zu einem Viertel mit bürgerlicher Wohnbebauung. Bäume und diverse denkmalgeschützte Wohnhäuser erinnern noch heute an das Straßenbild um 1900.

Entstehung und Entwicklung der Eythstraße stehen im engen Zusammenhang mit dem Bau der dort befindlichen Kaserne. Dieser erfolgte zwischen 1893 und 1896, währenddessen wurden der Straßenabschnitt zwischen der heutigen Johann-Claßen-Straße und Remscheider Straße angelegt, kanalisiert, gepflastert und mit Gasbeleuchtung versehen. 1896 erfolgte der Ausbau des Abschnitts bis zur Kalker Hauptstraße. Die Wohnhäuser, die hier errichtet wurden, zielten auf ein besser situiertes Publikum ab. Das lässt sich auch an der Bepflanzung der Straße mit Alleebäumen im Jahre 1903 erkennen – ein im Kalker Stadtgebiet einmaliges Vorgehen. Die ersten Bauten waren etwa für höhere Militärs oder Industrielle mit ihren Familien, zum Beispiel die Familie Sünner (Sünner Brauerei). Auch der damaligen Bürgermeister Albermann wohnte in der Eythstraße. Hinzu kamen vor allem höhere Beamte, Angestellte und Kaufleute.
Im Zweiten Weltkrieg wurden wesentlicher Teile der Bebauung zerstört oder beschädigt. Dennoch vermitteln heute noch relativ viele Altbauten, darunter sechszehn Baudenkmäler, und die vorhandenen Alleebäume einen Eindruck vom einst gehobenen Wohnniveau.

Mehr zur Kaserne bei der Station „Kronprinzen Kaserne“.

Literatur
Meynen, Henriette, Köln: Kalk und Humboldt-Gremberg (Stadtspuren – Denkmäler in Köln, Band 7), Köln 1990, S. 241.

Bildnachweis
1 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025.
2 Geschichtswerkstatt Kalk e.V., Bildarchiv, König.
3 Geschichtswerkstatt Kalk e.V., Bildarchiv, historische Ansichtskarte.