Diese heute denkmalgeschützten Hallen wurden ab 1891 von der „Kalker Werkzeugmaschinenfabrik von Breuer, Schumacher & Co.“ erbaut, die in den 1920er Jahren zur „Kalker Maschinenbau AG“ (Kalmag) wurde. In den 1930er-Jahren bis in die 1970er-Jahre übernahm die Firma „Stahlbau Albert Liesegang“.
Zu „Kalkmag“-Zeiten gründete Söhne des Kalmag Generaldirektors Jakob Becker 1924 die „Imperia Werk Motorradbau GmbH“, deren Sitz und Produktionsstätte zunächst an der Wipperfürther Straße und 1926 in der Vietorstraße gemeldet war. Die Motorradbegeisterung hatte über britische Soldaten Köln erreicht, die an der alliierten Besetzung des Rheinlands (in Folge des Ersten Weltkriegs) beteiligt waren. Die Söhne waren schon vorher erfolgreich im Motorradrennsport und traten kurz nach der Firmengründung nun mit ihrer eigenen Marke beim legendären „Eifelrennen“ an. Es folgten sportliche Erfolge, der Suizid des Vaters und der Konkurs der Firma während der Weltwirtschaftskrise. 1926 gingen die Rechte an der Marke Imperia an zwei Brüder aus Bonn, die die Firma nach Bad Godesberg verlegten und dort bis 1935 die Motorräder produzierten.
Auf dem Werksgelände an der Wipperfürther Straße befand sich während des Nationalsozialismus ein Zwangsarbeiterlager für rund 60 Personen.
Weitere dazugehörige Fabrikhallen und Details bei der Station „Fabrikhallen Vietorstraße“.
Literatur
Meynen, Henriette, Köln: Kalk und Humboldt-Gremberg (Stadtspuren – Denkmäler in Köln, Band 7), Köln 1990, S. 553.
Online
Kölner Stadtanzeiger, Motorradmarke „Imperia“ vor 100 Jahren in Kalk geboren – Fans treffen sich (zuletzt aufgerufen 24.06.26)
https://www.ksta.de/koeln/kalk/kalk-veedel/fans-der-motorrad-marke-imperia-trafen-sich-in-koeln-kalk-791956
KuLaDig, Imperiawerk Motorrradbau GmbH in Kalk (zuletzt aufgerufen 24.06.26)
https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-355892
Motopedia online, Imperia
https://motopedia-online.info/Herstellerliste/Imperia-167.html
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Datenbank Zwangsarbeiterlager, Eintrag Stahlbau Alb. Liesegang (zuletzt aufgerufen am 06.01.26).
https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/Details-Zwangsarbeiter?sfrom=1012&id=380&stt=K%c3%b6ln-
Stadt Köln Denkmalkarte (zuletzt aufgerufen am 06.01.26).
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/planen-bauen/denkmalschutz/denkmalkarte
Bildnachweis
1,2 Geschichtswerkstatt Kalk e.V. 2025.
4 Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv, rba L 5 344 https://www.bildindex.de/document/obj05213421?medium=mi06312c08



